Nein. Die Handauflegung ist im Neuen Testament nicht ausschließlich an die Gabe der Heilung gebunden, sondern gehört zu den grundlegenden Elementen des christlichen Glaubens (vgl. Hebräer 6,1-2).
Jesus selbst sagt in Markus 16,17-18: „Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: […] sie werden Kranken die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“
Das heißt: Nicht nur besonders begabte Christen, sondern alle Gläubigen, die Jesus nachfolgen, dürfen und sollen, im Glauben und Gehorsam, in dieser Weise dienen.
Auch in Jakobus 5,14 lesen wir, dass die Ältesten der Gemeinde für Kranke beten und ihnen die Hände auflegen, ohne dass dabei von einer besonderen Geistesgabe die Rede ist. Die Kraft liegt nicht in der Person, sondern im Namen Jesu, im Glauben und im Gehorsam gegenüber Gottes Wort (vgl. Apostelgeschichte 3,6).
Derek Prince betonte, dass Handauflegung allen Gläubigen offensteht, nicht nur einer geistlichen „Elite“. Entscheidend ist:
- dass sie im Willen Gottes geschieht,
- vom Heiligen Geist geführt wird,
- und mit Ehrfurcht, Demut und biblischem Verständnis praktiziert wird.
Heilung geschieht nicht automatisch, sondern unter der Souveränität Gottes, zu Seiner Zeit und auf Seine Weise. Handauflegung ist kein mechanisches Ritual, sondern ein Ausdruck des Glaubens und des Dienstes an den Menschen im Namen Jesu.
Jeder wiedergeborene Christ darf und soll im Glauben und in Verantwortung vor Gott Hände auf Kranke legen, auch ohne die spezielle „Gabe der Heilung“.
Denn es ist Gott, der heilt, wir sind nur Werkzeuge in Seiner Hand.
Quellen und weiterführende Lehren:
B36GE - Fundamente des christlichen Glaubens
Gottes Wort heilt
30 Grundsteine
Heilung – eine Erbschaft der Kinder Gottes



