IBL-Android-App

IBL-iOS-App

Vor fünfunddreißig Jahren, am 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer und läutete eine neue Ära für Osteuropa ein. Damals war ich 18 Jahre alt und marschierte mit anderen Studenten durch die Straßen der Slowakei, um Veränderungen zu fordern. Ich war nicht gläubig, aber meine Familie und ich erlebten die Revolution, die sich damals vollzog, aus erster Hand. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten war unser Land offen für die transformative Botschaft des Evangeliums. 

Der Fall des Kommunismus markierte das Ende einer Ära, in der die Kirchen zum Schweigen gebracht, der Glaube unterdrückt und religiöse Traditionen nahezu ausgelöscht wurden. Unter diesen atheistischen Regimen wurden Bibeln nach Osteuropa geschmuggelt, Pastoren inhaftiert und Gläubige versammelten sich im Geheimen und riskierten alles, um ihre Gottesdienste abhalten zu können.

Eine einzige Lehrbotschaft

In jenen dunklen Tagen überquerten die Lehren von Derek Prince im Verborgenen die kommunistischen Grenzen. Im Jahr 1978 stieß ein ungarisches Ehepaar auf eine von Dereks Kassetten „Befreiung für Kinder und ihre Eltern“. Die Wirkung der Lehre war erstaunlich, und nachdem sie die Botschaft gehört hatten, schrieben sie an die Adresse auf der Kassette, um zu erfahren, ob Derek Prince in ihr kommunistisches Land kommen und das Evangelium lehren würde. Einige Jahre später, als dies möglich wurde, war die ursprüngliche Gruppe von sieben College-Studenten zu einer Untergrundgemeinde von dreihundert Personen angewachsen.

Derek und Ruth Prince wurden in ein kleines Haus gebracht, das mit Menschen überfüllt war. Aus Angst vor der Geheimpolizei waren die Jalousien an allen Fenstern heruntergelassen. Die Kirche war so überfüllt, dass man nirgends sitzen konnte, aber die Menschen waren bereit, während des fünfstündigen Gottesdienstes zu stehen. Die Menschen standen draußen bei -10° Celsius, um zu hören, was drinnen vor sich ging. So groß war der geistliche Hunger dieser Zeit.

Heute hat sich die Landschaft dramatisch verändert. Die Kirchen sind jetzt offen und Bibeln werden frei verteilt – ein unglaublicher Segen. Doch ein tieferes Bedürfnis bleibt: zu lernen, Gottes Stimme zu hören. Jesus sagte in Johannes 10:27: „Meine Schafe hören meine Stimme ... und sie folgen mir“ (NASB). Ohne Seine Stimme zu hören, können wir Ihm nicht folgen. Es reicht nicht aus, die Heilige Schrift zu kennen. Derek hat uns oft daran erinnert: „Wenn du eine Bibel in der Hand hältst, hast du nur schwarze Zeichen auf weißem Papier. Nur der Heilige Geist kann sie in die Stimme Gottes verwandeln. In jeder Situation bringt Er uns das Wort Gottes, das wir brauchen, und macht es zu einer lebendigen Stimme.“

Das ist das Herzstück unserer Mission: Gläubige in ganz Osteuropa zu befähigen, Gottes Stimme zu hören, zu erkennen und ihr zu folgen. Osteuropa steht vor immensen Herausforderungen. Der Krieg in der Ukraine überschattet die gesamte Region. Die Wirtschaft ist instabil und die Regierungen sind unzuverlässig, so dass die Zukunft ungewiss und instabil erscheint. Doch inmitten dieses Aufruhrs spricht Gott. Er spricht zu Frieden, Führung und Hoffnung. Dennoch muss Sein Volk lernen, Seine Stimme von dem zu unterscheiden, was sie aus anderen Quellen wie den sozialen Medien, Nachrichtensendungen und ihren eigenen Gedanken hören.

Eine neue Generation erreichen

Jahrzehnte des Materialismus haben in Osteuropa ihre Spuren hinterlassen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gab es eine erste Welle der Evangelisation. Viele Kirchen verloren jedoch allmählich ihren Fokus und gaben dem Materialismus Vorrang vor der Jüngerschaft. Doch jetzt erleben wir eine neue Generation von Leitern, die sich nach geistlicher Tiefe, geistlicher Reife und einer persönlichen Beziehung zu Gott sehnen.

Unsere Vision ist es, das Buch von Derek Prince „Gottes Stimme hören“ in ganz Osteuropa zu verbreiten. Während dieses Buch derzeit nur in Kroatien erhältlich ist, träumen wir davon, 5.000 Exemplare in jedem der 12 Länder zu drucken, in denen wir tätig sind, einschließlich Polen, Rumänien, Ukraine und Bulgarien.

Neben der Veröffentlichung dieser Bücher wollen wir auch Studienleitfäden für Kleingruppen entwickeln, die Gläubigen helfen sollen, Gottes Stimme zu erkennen. Außerdem wollen wir spezielle Verkündigungskarten erstellen, die Lehren enthalten. Wir wissen, dass Verkündigungen keine Zaubersprüche oder Mantras sind. Die Menschen müssen verstehen, wie sie von Gott hören und ihr Vertrauen in Sein Wort setzen können, bevor sie es verkünden.

Unser Auftrag besteht nicht nur darin, Bücher zu verteilen – wir wollen eine Generation dazu befähigen, die Stimme ihres Erlösers zu hören und sich von Seinem Geist leiten zu lassen. Danke, dass Sie im Gebet überlegen, wie Sie diese Arbeit unterstützen können. Wir sind sehr dankbar für Ihre Partnerschaft.

Ja! Ich möchte die Arbeit in Osteuropa unterstützen!

Mögen Sie Seine Stimme in Ihrem eigenen Leben weiterhin deutlich hören und Ihm mit Freude folgen.

Seien Sie gesegnet in Christus, 

Branislav Čekan, Direktor, DPM-Ost-Europa
Philip Wyns, Präsident, DPM-USA
Michael Tracy, Direktor, DPM-Deutschland