Projektfortschritt "30 Grundsteine"

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Unsere Proklamation heute Morgen stammt aus 1. Thessalonicher 5,23-24. Wie üblich beziehen wir sie auf uns persönlich. Wo Paulus „euch“ sagt, sagen wir „uns“. Die Stelle ist sehr passend, da wir uns mit den Ereignissen, im Zusammenhang mit der Wiederkunft des Herrn befassen werden und es hier speziell darum geht, dass wir auf sein kommen vorbereitet sein sollen. 

„Er aber, der Gott des Friedens, heilige [uns] durch und durch und bewahre [unseren] Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der [uns] ruft; er wird‘s auch tun.“

Es wäre gut, wenn ihr alle daraus euer Gebet und eure persönliche Proklamation machen würdet. Wir werden es euch vorsprechen und ihr sprecht uns nach: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige uns völlig und vollständig; möge unser Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der uns beruft; er wird es auch tun. Amen.“

Nun kommen wir zu den beiden letzten, großen, fundamentalen Lehren. Die Auferstehung der Toten und das ewige Gericht. In dieser Lehreinheit werde ich auf die Auferstehung der Toten eingehen. In der folgenden dann auf das ewige Gericht. Wir müssen zunächst die Bedeutung des Wortes „Auferstehung“ verstehen. Das griechische Wort, das so übersetzt wird, bedeutet „aus etwas heraus auferstehen“. Auferstehen heißt demnach, aus dem Tod und aus dem Grab heraus aufstehen.

Aus der eben zitierten Schriftstelle, wurde deutlich, dass der Mensch aus drei Elementen besteht: Geist, Seele und Leib. Es ist wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass es der Leib ist, der stirbt und das es der Leib ist, der auferweckt werden wird. Geist und Seele brauchen nie auferweckt zu werden, weil sie nie sterben werden. Wir sprechen hier also von der Auferstehung des Leibes. Das ist ganz wichtig. Ich möchte mich heute Vormittag unter anderem damit beschäftigen, was der Bibel zufolge, mit einem Menschen nach seinem Tod geschieht. Ich habe festgestellt, dass diese Frage praktisch jeden interessiert. Unabhängig von Nationalität oder Kulturkreis, möchte jeder Mensch gerne wissen, was nach dem Tode mit ihm geschieht. Die Bibel beschreibt dies sehr klar. Ich werde versuchen euch dieses biblische Bild vor Augen zu malen und euch dann zeigen wie es mit der Auferstehung in Bezug steht. Was Jesus zu dieser Thematik sagt, finden wir in Lukas 16,22-26. Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Stelle nie als Gleichnis bezeichnet wird. In Zusammenhang mit dieser Begebenheit spricht niemand von einem Gleichnis.

Wir beginnen mit Lukas 16,19:

„Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Ein Armer aber mit Namen Lazarus lag vor seiner Tür, der war voll von Geschwüren und begehrte sich zu sättigen von dem, was von des Reichen Tisch fiel, doch kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke, Kind, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Und in all dem besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham aber sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.“

Die Erfahrung zeigt, wie wahr das ist. Jene die schon Mose und den Propheten nicht geglaubt hatten, erkannten selbst dann nicht, was geschehen war als Jesus von den Toten auferstand. Das ist ein sehr ernster Gedanke. Manchmal erwarten wir ein gewaltiges, übernatürliches Wirken Gottes und sagen: „Wenn so etwas geschieht, dann bin ich überzeugt.“ Doch Gott sagt: „Ihr habt mein Wort, mehr braucht ihr nicht. Wenn ihr es glaubt und ihm gehorcht, wird es euch bis zum Ende durchtragen.“

Ich möchte euch auf fünf markante Gesichtspunkte hinweisen, die man dieser Geschichte vom reichen Mann und Lazarus entnehmen kann. Erstens, die Persönlichkeit der Menschen hatte über den Tod hinaus Bestand. Der reiche Mann war immer noch ein reicher Mann. Lazarus, war immer noch Lazarus. Keiner verlor seine Identität. Manche Leute lehren, nach dem Tode würde alles vergehen und nichts bliebe mehr übrig. Das ist unbiblisch. Nach dem Tode behalten wir die Persönlichkeit, die wir zu Lebzeiten hatten.

Zweitens, die Personen konnten einander erkennen. Der reiche Mann erkannte Lazarus und Abraham. Lazarus erkannte seinerseits den reichen Mann.

Drittens, die Personen erinnerten sich an ihr Leben auf Erden. Sowohl der reiche Mann, als auch Lazarus erinnerten sich an ihre Lebensumstände vor ihrem Tod.

Viertens, die Personen waren sich ihrer aktuellen Situation bewusst. Der reiche Mann litt Qualen, seine Zunge brannte wie Feuer. Lazarus war friedvoll und getröstet in Abrahams Schoß.

Fünftens, es gab eine absolute Trennung zwischen den Gerechten und den Ungerechten. Jedem von ihnen wurde ein bestimmter Platz zugewiesen und keiner konnte von seinem Platz zu dem des anderen gehen. Ich wiederhole diese fünf Punkte, weil sie sehr, sehr wichtig sind und vielen Theorien widersprechen, die heutzutage die Runden machen.

Erstens, die Persönlichkeit bestand weiter. Niemand verlor seine Identität. Zweitens, die Personen erkannten einander. Drittens, sie erinnerten sich an ihr Leben auf Erden. Viertens, sie waren sich ihrer aktuellen Situation nach dem Tod bewusst. Fünftens, es gab eine absolute Trennung zwischen den Gerechten und den Ungerechten.

Jesus zog durch seinen Tod und seine Auferstehung einen Schnitt durch die Menschheitsgeschichte. Deshalb widerfährt den Seelen, die vorher starben, etwas anderes als jenen, die nachher sterben. Der Tod und die Auferstehung Jesu bewirkten im Endeffekt einen Wandel im gesamten Universum. Das war das folgenschwerste Ereignis in der Geschichte des Universums und hatte immense Auswirkungen auf das Schicksal aller Verstorbenen.

Zunächst die erste Frage. Was geschah mit den Toten vor dem Tod Jesu? In dieser Geschichte vom reichen Mann und Lazarus lasen wir bereits, dass alle verstorbenen Seelen an einen Ort kommen, der auf Hebräisch „Sheol“ und auf Griechisch „Hades“ heißt. Das griechische Wort „Hades“ heißt wörtlich „unsichtbare Welt“. Somit kamen alle, ob sie nun gerecht oder ungerecht waren, in diese unsichtbare Welt namens Hades oder Sheol. An diesem Ort befanden sich die verstorbenen Seelen. Es gab jedoch zwei völlig voneinander getrennte Bereiche für die gerechten und die ungerechten. Und beachtet, dass jeder Mann entweder ein gerechter oder ein ungerechter war. Ich sagte ja bereits gestern, dass es kein Zwischending gibt. Man kann nicht halb gerecht und halb ungerecht sein. Am Ende musst du auf einer der beiden Seiten stehen. Die Seite der gerechten heißt „ Abrahams Schoß“. Das bedeutet wohl, dass Abraham, Vater aller Gläubigen, sie dort willkommen hieß und sie tröstete. So verstehe ich das.

Was geschah mit Jesus nach seinem Tod? Jesus war ganz und gar Mensch. Auch er bestand aus Geist, Seele und Leib. Wir finden jeweils eine Aussage über jede dieser drei Komponenten. In Lukas 23,46 lesen wir, was mit dem Geist Jesu nach dessen Tod geschah. Lukas 23,46:

„Und Jesus rief laut…“ Und ich glaube, dass was er ausrief war: „Es ist vollbracht.“ Und er sprach: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.“ Er starb, er verschied. Sein Geist wurde dem Vater übergeben. Es gibt Dinge, die ich nicht erklären kann. Ich kann Dinge aufzeigen aber manchmal kann ich euch keine weiteren Erklärungen liefern. Was geschah mit der Seele Jesu? Als Petrus zu Pfingsten predigte, zitierte er Psalm 16, als eine Erfahrung, die Jesus und nicht der Psalmist David gemacht hatte. Er sagte in Apostelgeschichte 2,25-27, David hätte in Psalm 16 folgendes über Jesus gesagt: „Ich habe den Herrn stets vor Augen, weil er zu meiner Rechten ist werde ich nicht wanken. Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele. Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen, denn meine Seele wirst du dem Sheol nicht lassen.“ Die Seele Jesu ging also an diesen Ort der verstorbenen Seelen hinab. Dieselbe Aussage finden wir in 1. Petrus 3,18-19:

„Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte; er ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, die einst ungehorsam waren, als Gott in Geduld ausharrte zur Zeit Noahs.“

Jesus ging also in den Hades hinunter. Ich kann euch nicht alle Einzelheiten erklären, aber ich kann euch sagen, was die Bibel sagt. Jesus proklamierte. In dieser Übersetzung heißt es, er hätte gepredigt aber eigentlich steht hier das Wort proklamieren. Er hat also nicht notwendigerweise das Evangelium gepredigt, sondern etwas proklamiert. Ich vermute, dass er folgendes proklamierte: „Ab sofort bin ich der Herrscher über diesen Ort. Ich habe den Schlüssel des Todes und des Hades. Ihr seid mir für alles Rechenschaft pflichtig, was ab jetzt geschieht. Das ist nur meine Theorie, vielleicht irre ich mich ja auch.

Der Leib Jesu wurde ins Grab gelegt. In Johannes 19,40 und folgende lesen wir, was nach dem Kreuzestot Jesu geschah. Johannes 19,40 und 42: „Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in Leinentücher mit Spezereien, wie die Juden zu begraben pflegen.“ Man wickelte eine Leiche in Leinentücher ein und gab eine große Menge Spezereien beziehungsweise Gewürze dazu, weil bei der Verwesung der Leiche ein strenger Geruch entstehen würde. „Es war aber an dem Ort wo er gekreuzigt wurde ein Garten und in dem Garten eine neue Gruft, in die noch nie jemand gelegt worden war. Dort hin nun legten sie Jesus.“ Wir brauchen nicht weiter zu lesen. Wir lasen auch bereits wie die Apostel und die Frauen nach der Auferstehung Jesu zum Grab gingen. Sie alle wussten wo seine Leiche beerdigt worden war, aber sie fanden ihn nicht.

Fassen wir kurz zusammen, was der Person Jesu nach seinem Tod widerfuhr. Er übergab seinen Geist dem Vater. Seine Seele stieg hinab in den Hades, wo er proklamierte und vielleicht noch vieles andere tat und sein Körper wurde ins Grab gelegt. Doch bei der Auferstehung war seine Persönlichkeit in ihrer Gesamtheit wieder vereint. Er war wieder eine vollständige Person aus Geist, Seele und Leib.

Der Tod und die Auferstehung Jesu hatten Auswirkungen auf das gesamte Universum. Er bestimmte was von nun an den Menschenseelen nach dem Tod widerfahren sollte. Seit der Auferstehung Jesu ist die Bestimmung des Gerechten nicht mehr der Hades. Viel mehr hat er nun eine andere, viel herrlichere Bestimmung. Ich möchte das anhand von zwei Beispielen veranschaulichen. In Apostelgeschichte 7,57 lesen wir, wie Stephanus gesteinigt wurde und bereits dem Tode nahe war:

„Sie schrieen aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß Saulus, und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“

Er wusste, dass sein Geist direkt zu Jesus gehen würde. Das ist die Veränderung, die der Tod und die Auferstehung Jesu bewirken. „Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Weil Stephanus das betete, konnte Saulus von Tarsus gerettet werden. Hätte Stephanus ihn nicht von seiner Schuld freigesprochen, hätte er nie gerettet werden können. Ein wunderschöner Gedanke. Ich möchte auf Jeden Fall unterstreichen, dass der Geist jedes echten Christen, der im Blut Jesu gereinigt worden ist und treu für Gott lebt, nach seinem Tod direkt zu Jesus geht. Paulus erwähnt dies auch in Philipper 1. Er sagt er wisse nicht wofür er sich entscheiden solle. Soll er hier auf Erden weiter leben oder zu Jesus gehen. Seine Worte lauten in Philipper 1,23-24:

„Denn es setzt mir beides hart zu: Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.“

Paulus hatte demnach die absolute Zuversicht, dass er zum Zeitpunkt seines Todes bei Christus sein würde. Das ist einer der großen Veränderungen, die der Tod und die Auferstehung Jesu bewirkt haben.

Es geschieht jedoch noch etwas anderes. Einiges von dem kann ich euch sagen aber ich kann euch keine Einzelheiten nennen, weil ich sie nicht weiß. Die verstorbenen Seelen der gerechten, die in Abrahams Schoß waren wurden befreit. Das können wir in Epheser 4,8 nachlesen. Hier wird Psalm 68 zitiert und auf die Auferstehung Jesu Bezug genommen. „Deshalb nahm er als er in die Höhe hinauf stieg, die Gefangenschaft gefangen und gab den Menschen Gaben“ (Psalm 68,19). Viele Bibelkommentatoren und auch ich verstehen die Formulierung „er nahm die Gefangenschaft gefangen“ so, dass er die Seelen der verstorbenen Gerechten befreite und sie zu sich in den Himmel mit hinauf nahm. Versteht ihr? Sie konnten erst dann befreit werden, nachdem die Strafe für die Sünde de facto beglichen worden war. Gott nahm sie als Gerechte an, weil sie an ein Opfer geglaubt hatten, dass noch nicht gebracht worden war. Sie schauten nach vorne auf das verheißene Opfer. Doch solange dieses Opfer, das Opfer Jesu am Kreuz, noch nicht gebracht worden war, konnten sie nicht befreit werden. Doch nachdem Jesus sich geopfert hatte, stieg er hinab in den Hades und nahm sie, wann und wie auch immer, mit sich. Das glaube ich zumindest. Sie waren Gefangene des Todes gewesen, doch Jesus nahm die Gefangenschaft gefangen. Sie wurden demnach Gefangene Jesu und Gefangene der Gerechtigkeit, was für mich eine begeisternde Vorstellung ist.

Unsere Garantie

Der nächste Punkt ist sehr, sehr wichtig. Die Auferstehung Jesu ist die Garantie für unsere Auferstehung. Natürlich unter der Voraussetzung, dass wir voll und ganz Jesus hingegeben sind. In Kolosser 1,18 spricht Paulus wiederum über die Auferstehung Jesu und sagt: „Und er [Jesus] ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde.“ Jesus ist also das Haupt und wir Gläubigen sind der Leib und „er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei.“ Er ist also der Erstgeborene aus den Toten. Er ist das Haupt einer völlig neuen Schöpfung. Er ist das Haupt eines neuen Geschlechts, des Gott-Mensch-Geschlechts. In dem sich das Wesen Gottes und das Wesen des Menschen in einer Person vereinen. Er ist das Haupt des Leibes. Er ist der Erstgeborene aus den Toten. Die Auferstehung wird mit einer Geburt aus dem Tod heraus verglichen. Das ist so ein herrliches Bild. Welcher Teil des menschlichen Körpers kommt bei einer Geburt normalerweise als Erstes? Der Kopf. Und wenn der Kopf kommt, was weiß man dann? Man weiß, dass der Rest des Körpers als nächstes folgt. Deshalb ist die Auferstehung Jesu die Garantie dafür, dass sein Leib ihm bei der Auferstehung folgen wird. Die Auferstehung Jesu in seinem Leib ist außerdem ein Modell für unsere Auferstehung. Ich hoffe, dass euch das begeistert. Wenn nicht, kann ich euch dies offenbar nicht vermitteln.

Paulus sagt in Philipper 3,20-21: „Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln.“ Das gilt für all jene von uns, die von neuem geboren sind und ihr Leben Jesus hingegeben haben. Wir leben hier auf Erden, wir sind Bürger eines Landes hier auf Erden, doch unser eigentliches Bürgerrecht ist im Himmel. Wenn du Bürger eines Landes bist, dann musst du einen Pass dieses Landes haben. Deshalb haben wir auch einen Pass, das Blut Jesu. „Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln. Von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland sehnsüchtig erwarten.“ Es ist demnach ein Kennzeichen eines echten Christen, dass er sehnsüchtig auf den Heiland wartet.

Dann heißt es: „Der unseren geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.“ Wenn ich euch eine ganz wörtliche Übersetzung dieses Verses vorlese, wird ein Punkt ganz besonders klar. „Er wird unseren Leib der Demütigung umgestalten, damit er seinem Leib der Herrlichkeit gleich gestaltet werde.“ Du bist dir dessen vielleicht nicht bewusst, doch du und ich leben in einem Leib der Demütigung. Die Sünde hat uns gedemütigt. Gleichgültig wie wohlhabend oder gesund du bist. Der Körper, in dem du lebst, hat bestimmte Eigenschaften, die dich permanent daran erinnern, dass du ein Sünder bist. Du isst die herrlichsten Speisen und trinkst jeden Wein, den du willst, doch früher oder später musst du auf die Toilette gehen und deine Blase und deinen Darm entleeren. Gleichgültig wie wohlhabend oder würdevoll oder angesehen du bist, du hast einen Leib der Demütigung. Du kannst dir die schönsten Sachen anziehen, doch wenn du aktiv wirst und Energie verbrauchst, was geschieht dann? Du fängst an zu schwitzen, du hast einen Leib der Demütigung. Es war Gottes Absicht, dass jeder von uns durch seinen Körper permanent dran erinnert wird, dass wir auf Grund von unserer Sünde in einem Zustand der Demütigung leben. Doch Jesus wird diesen Leib der Demütigung verändern und dem Leib seiner Herrlichkeit gleich gestalten. Ist das nicht aufregend? Dieser Körper wird umgestaltet werden, wir werden uns später mit einigen Details dieser Umwandlung beschäftigen. In diesem Zusammenhang vorab nur einen wichtigen Gedanken.

In 1. Johannes 3,2-3 sagt Johannes: „Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden.“ Mit anderen Worten, wir haben den Leib, den wir haben werden, noch nicht gesehen. „Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ Wenn Jesus offenbar wird und wir ihn sehen, wird unser Leib umgewandelt und seinem Leib gleich gestaltet werden. Achtet bitte auf den nächsten Vers denn es ist sehr wichtig. „Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.“ Du sagst vielleicht du würdest auf die Auferstehung hoffen und es ist nicht meine Aufgabe mit dir zu debattieren. Doch wenn du wirklich hoffst, gibt es auch eine praktische Seite. Du tust etwas, du reinigst dich. Wer ist der Maßstab der Reinheit? Jesus. Wie er rein ist. Doch wenn du sagst, du würdest dich auf die Auferstehung freuen, ich jedoch keinen Beweis dafür sehe, dass du dich reinigst, dass du danach strebst immer reiner und heiliger zu werden, dann sage ich, dass du vielleicht einem Selbstbetrug zum Opfer gefallen bist. Du freust dich nicht wirklich darauf. Du sagst das nur so in deinem religiösen Jargon. Ich lese diesen Vers noch einmal. Das ist das Kennzeichen jedes Christen, der sich aufrichtig auf diese Umgestaltung des Leibes der Demütigung in den Leib der Herrlichkeit freut: „Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn [Jesus] hat reinigt sich selbst, wie er rein ist.“ Sieht man dieses Kennzeichen an dir? Ist es offensichtlich in deinem Leben, dass du wirklich die Wiederkunft Jesu erwartest? Unser Körper wird wie der Körper Jesu sein.

Jesus – nicht an Zeit und Raum gebunden

Wir lesen in den Evangelien, dass er nicht an Zeit und Raum gebunden war. Er konnte in den Himmel auffahren und wieder herunter kommen. Er konnte bei geschlossenen Türen ein Zimmer betreten. Er konnte sich dem einen Menschen in dieser, dem anderen in jener Form zeigen. Er hatte, wenn man das so sagen darf, einen flexiblen Körper. Ich glaube, dass wir einen ähnlichen Körper haben werden. Oft wird gefragt, wie wird dieser Körper aussehen? Paulus befasst sich in 1. Korinther 15,35-38 mit dieser Frage: „Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen?“ Sicher haben sich die meisten von uns das schon gefragt. „Du Narr:…“ Paulus sagt das, nicht ich „…Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.“ Dann bringt er dieses Beispiel vom Samen. „Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes [nacktes] Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib.“ Hier werden zwei Dinge miteinander kombiniert. Kontinuität und Veränderung. Wenn du einen Apfelkern in die Erde setzt, bekommst du einen Apfel- und keinen Orangenbaum. Das Wesen des Samens bestimmt das Wesen des Lebens, das aus ihm hervorgehen wird. Es besteht demnach eine Kontinuität. Aber es gibt auch eine Veränderung, denn der Apfelbaum, der aus dem Apfelkern wächst, erinnert überhaupt nicht mehr an den Kern. Es gibt also einerseits eine Kontinuität. Du wirst derselbe bleiben. Andererseits vollzieht sich eine gewaltige, übernatürliche Veränderung. Was du säst bestimmt darüber, was aufgeht. Dennoch ist das, was aufgeht, völlig anders als das, was gesät wurde. Unser Leib wird also bei unserer Beerdigung, wie ein Same in die Erde gesät. Derselbe Körper wird wieder herauskommen aber er wird eine ganz andere Art Körper sein. Das ist wirklich sehr anschaulich. Man kann über einen Samen wirklich nur staunen. Ich habe da oft den Kern einer Wassermelone vor Augen. Wenn man diesen kleinen schwarzen Kern in die Erde steckt, wer würde da glauben, dass so eine prächtige, runde Melone daraus wachsen wird. Es ist immer wieder ein Wunder. Jedes Mal, wenn wir säen, pflanzen wir ein Wunder. Und dieses Wunder soll uns an die Auferstehung erinnern. Jesus unterstrich mit Nachdruck, dass er bei der Auferstehung denselben Leib hatte wie bei der Kreuzigung.

Gehen wir zu Lukas Kapitel 24. Als er das erste Mal erschien, hatten die Jünger alle Angst vor ihm. Sie konnten nicht glauben, was geschehen war. Jesus sagte zu ihnen in Lukas 24,38-39, als er ihnen nach der Auferstehung erschien:

„Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen? Seht an meinen Händen und meinen Füßen, dass ich es bin!“ An seinen Händen und Füßen zeigte er ihnen die Wundmale, den Beweis seiner Kreuzigung. Er wollte ihnen unbedingt klar machen, dass es trotz der Verwandlung noch derselbe Körper war. In Johannes 20,19 finden wir einen weiteren Bericht von der Auferstehung Jesu. Hier heißt es: „Da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!“ Das ist der traditionelle Gruß im Nahen Osten. „Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.“ Warum tat er das? Um ihnen zu zeigen, dass es derselbe Körper war, den sie am Kreuz hängen sahen. Thomas war aber bekanntlich nicht dabei und sagte: „Wenn ich nicht seine Hände und Seite sehe und meine Hand nicht in seine Seite lege, so werde ich nicht glauben.“ Jesus erschien ihnen eine Woche später noch einmal und sagte zu Thomas, Vers 27: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite.“ Das heißt, dass die Wunde noch so offen war, dass Thomas seine Hand hineinlegen konnte. Das ist sehr wichtig, denn wenn du Auferstehst wirst du keinen neuen Körper bekommen. Du wirst einen anderen Körper haben, aber es wird der Selbe sein wie jetzt, nur verwandelt. Paulus zufolge gibt es fünf Unterschiede zwischen dem Auferstehungsleib und unserem jetzigen Leib. Wir lesen dazu 1. Korinther 15,42-44 und 52-53.

„So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib.“

Seelischer Saat – geistliche Ernte

Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib. Das ist schwer zu verstehen. Leider hilft uns die Übersetzung auch nicht viel. Das ist ein Übersetzungsproblem und jede Übersetzung scheint dasselbe Problem zu haben. Das griechische Wort hier lautet „psychikos“, was sich direkt von „psycheä“, dem griechischen Wort für Seele, ableitet. Es gibt nur eine vernünftige Übersetzung dafür und zwar seelisch. Es wird gesät ein seelischer Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib. So wird die Unterscheidung zwischen Geist und Seele deutlich. Einige Sprachen wie das Dänische, Schwedische und Deutsche haben das Wort seelisch und auch das Englische bräuchte dieses Wort um richtig darstellen zu können, was die Bibel lehrt. Paulus sagt zum Beispiel in 1. Korinther 2,14: „Ein seelischer Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist.“ In den meisten Übersetzungen steht jedoch „ein natürlicher oder fleischlicher Mensch“ und so weiter. So wird diese ungemein wichtige Unterscheidung zwischen seelisch und geistlich verwischt. In der eben gelesenen Stelle heißt es jedenfalls, es wird gesät, das heißt beerdigt, ein seelischer Leib; es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Nun bin ich mir nicht sicher ob ich euch das erklären kann. Ich weiß was das heißt, vielleicht könnte man es so sagen:

In unserem jetzigen Körper trifft die Seele die Entscheidungen. Wenn ich durch die Tür gehen will sagt meine Seele: „Wir gehen durch die Tür“ und die Beine gehorchen. Unser Geist ist deshalb in gewisser Hinsicht von der Seele abhängig. Erinnert ihr euch, was David zu seiner Seele sagte? „Lobe den Herrn, komm beweg dich.“ Der Geist wollte den Herrn loben doch die Seele reagierte unwillig darauf. Offensichtlich verhielt es sich so. Unser Geist muss unsere Seele anspornen, damit wir das richtige tun. Wir wissen, dass wir den Herrn preisen sollen doch unsere Seele ist unwillig, deshalb müssen wir sie anspornen. Vielleicht befriedigt euch diese Erklärung nicht, doch mehr kann ich euch nicht bieten. Wenn der Leib auferweckt wird, wird es ein geistlicher Leib sein. Der Geist wird direkt die Kontrolle über den Körper haben. Wie? Ich weiß es nicht.

Vor vielen Jahren, als meine erste Frau noch lebte, gab es in Dänemark einen Friseur. Einen ganz einfachen Mann, der eines Tages erzählte: „Ich hatte einen Traum. Ich hatte irgendwie einen anderen Körper und ich musste nur dorthin zeigen wo ich hingehen wollte. Wenn ich nach oben gehen wollte, zeigte ich nach oben und ich ging nach oben. Wenn ich nach rechts gehen wollte, zeigte ich nach rechts. Wenn ich nach links gehen wollte, nach links. Mein Körper ging dorthin wo ich hinzeigte. Das ist meines Erachtens ein geistlicher Leib. Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack. Du musst dich nicht mehr mit deiner Seele herumschlagen um deinen Körper dazu zu bringen, dass er tut, was du willst. Dein Geist wird die Entscheidungen treffen. Ich weiß nicht ob ihr das akzeptiert oder nicht. Mehr kann ich euch nicht anbieten!

Gehen wir noch weiter zu den Versen 52 und 53 wo es heißt: „Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.“

Das Verwesliche ist der Verwesung preisgegeben. Das Sterbliche dem Tod. Wenn man nun die Verse 42-44 und 52-53 zusammen betrachtet, erkennt man fünf konkrete Veränderungen an unserem Leib. Von Verweslichkeit zu Unverweslichkeit. Der Verwesung preisgegeben; nicht mehr der Verwesung preisgegeben. Von Sterblichkeit zu Unsterblichkeit. Dem Tod unterworfen; nicht mehr dem Tod unterworfen. Von Unehre zur Herrlichkeit. In gewisser Hinsicht ist doch jeder, der ins Grab gelegt wird, sehr bedauernswert. So werden wir beerdigt. Doch wenn wir auferstehen, stehen wir in Herrlichkeit auf. Es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft. Und es wird, wie gesagt, ein seelischer Leib gesät und ein geistlicher Leib auferweckt. Ich wiederhole diese fünf Veränderungen:

1. Von Verweslichkeit zu Unverweslichkeit
2. Von Sterblichkeit zu Unsterblichkeit
3. Von Unehre zu Herrlichkeit
4. Von Schwachheit zu Kraft
5. Von seelisch zu geistlich.

Die Auferstehung Jesu ist ein absolutes Grundelement der christlichen Lehre. Wir können sie nicht beiseitelassen und uns dennoch Christen nennen. Paulus sagt in 1. Korinther 15,14:

„Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!“

Vers 17: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden.“

Mit anderen Worten. Die Vergebung unserer Sünden ist untrennbar mit der Auferstehung Jesu verbunden. Wenn Jesus nicht auferstanden ist, ist das Evangelium falsch, unser Glaube nichtig und wir sind immer noch in unseren Sünden. Wisst ihr, es gibt viele herausragende Theologen und dergleichen, die die Realität der körperlichen Auferstehung Jesu leugnen. Sie sind immer noch in ihren Sünden. Sie sind nicht gerettet. Wenn du nicht an die körperliche Auferstehung Jesu glaubst, kannst du auch nicht gerettet werden.

Gehen wir nun weiter zur Beglaubigung der Auferstehung Jesu. Welche Beweise für die Auferstehung Jesu liefert uns die Bibel? Interessanterweise liefern nicht Augenzeugen die ersten und wichtigsten Beweise. Der wichtigste Beweis ist der Beweis der Schrift. Sie hat Vorrang vor menschlichen Zeugen. Wir befassen uns im Folgenden mit einigen Passagen aus dem Alten Testament, die die Auferstehung Jesu voraussagen. Das ist ein sehr, sehr interessantes Thema und ich wünschte ich könnte näher darauf eingehen. Vorab jedoch eine Aussage aus 1. Petrus 1,10-12:

„Wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zuteil gewordenen Gnade geweissagt haben. Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was euch jetzt bekanntgemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben …“

Jesus im Alten Testament

Die Propheten des Alten Testaments hatten ein echtes Problem. Hoffentlich könnt ihr das begreifen, denn es ist wirklich ein höchsterstaunliches Dilemma. Petrus sagt, der Geist Christi, der Geist des Messias sei in ihnen gewesen. Von ihm inspiriert sprachen sie in der ersten Person von Dingen, die nicht ihnen selbst sondern Jesus widerfahren würden. Das muss ziemlich schwierig gewesen sein. Ich weiß nicht ob ihr euch schon einmal in diese alttestamentlichen Propheten hineinversetzt habt. Sie sagten höchst außergewöhnliche Dinge über sich selbst, die nie eintrafen. Hierzu zwei Beispiele. In Psalm 22,17, einem sogenannten messianischen Psalm, der eine Offenbarung über den Messias enthält, spricht David in der ersten Person und sagt: „Denn Hunde umringen mich, eine Rotte von Übeltätern umgibt mich; sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben.“ David selbst ist dies nie widerfahren. Wie mag er sich wohl gefühlt haben als er dies sagte? Ich habe keine Ahnung, aber er wurde dabei vom Geist Christi inspiriert, der in ihm war. Deshalb sprach er in der ersten Person von Dingen, die nicht ihm selbst sondern dem Messias widerfahren würden.

Oder gehen wir zu Jesaja 50. Es gibt noch zahllose andere Beispiele. Dies sind nur zwei sehr anschauliche. Jesaja 50,6: „Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.“ Jesaja ist dies nie widerfahren, Jesus schon. Dennoch steht es hier in der ersten Person. Versteht ihr, was ich damit sagen will? Der Geist des Messias, der durch den Heiligen Geist in ihnen war, sagte voraus, was Jesus, dem Messias, widerfahren würde, doch den Propheten selbst widerfuhr dies nie. Kein Wunder, dass sie nachforschten über welche Zeit sie wohl redeten. Ich staune nur so darüber, dass diese Männer den Glauben hatten, dies zu empfangen. Und ich danke Gott für sie, da dies die erste Bestätigung der Auferstehung Christi ist, die in der Schrift vorausgesagt wird. In Psalm 16, der von Petrus an Pfingsten zitiert wird, bekommen wir eine erstaunliche Vorschau auf den Tod und die Auferstehung Jesu. Psalm 16,8:

„Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht.“ Das hätte auf David zutreffen können und traf auf jeden Fall auf den Messias zu. Die Propheten sagten also bestimmte Dinge, die sie selbst erlebt oder erfahren haben und gingen dann über ihre eigene Erfahrung hinaus in etwas hinein, das ihnen selbst definitiv nie widerfuhr. Weiter heißt es hier: „Darum freut sich mein Herz, und meine Herrlichkeit frohlockt.“ In Apostelgeschichte 2,26 lest ihr, was eure Herrlichkeit ist. Petrus sagt: „Meine Zunge frohlockte.“ Versteht ihr? Ich erwähnte das bereits. Deine Zunge ist deine Herrlichkeit, weil sie dir gegeben wurde, um dich in die Lage zu versetzen, Gott zu verherrlichen. Er sagt also: „Darum ist mein Herz froh und frohlockt meine Herrlichkeit. Auch mein Fleisch wird in Hoffnung ruhen.“ Mit anderen Worten. Obwohl ich beerdigt werde, habe ich die Hoffnung auf eine Auferstehung, „denn meine Seele wirst du dem Sheol nicht lassen“. Das weißt drauf hin, dass seine Seele in den Sheol ging. „Du wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger den Verfall sieht.“ Weil er nie gesündigt hatte, erlebte sein Körper keinen Verfall, obwohl er doch einige Zeit im Grab gewesen war. Die Sünde ist es, die dem Körper dem Verfall preisgibt. Im letzten Vers heißt es dann: „Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!“ Diese Worte erfüllten sich, als Jesus auferstand. Er kehrte zurück in die Gegenwart des Vaters und dort war die Fülle der Freude.

Das nächste Beispiel stammt aus Psalm 71,20-21, ein wirklich erstaunlicher Psalm. Wir kennen den Psalmisten nicht. Er wendet sich an Gott und sagt:

„Der du uns viel Not und Unglück hast sehen lassen, du machst uns wieder lebendig und holst uns wieder herauf aus den Tiefen der Erde. Du machst mich umso größer und tröstest mich wiederum.“

So etwas hat kein einziger Psalmist erlebt. „Du wirst meine Größe mehren und mich von allen Seiten trösten.“ Das bezieht sich ausschließlich auf Jesus. Er wurde begraben, er wurde wieder ins Leben zurück gebracht, er wurde auferweckt und seine Größe wurde gemehrt. Sein Name wurde erhöht über alle anderen Namen, versteht ihr? Dies widerfuhr nicht dem Psalmisten selbst, sondern Jesus. Der Geist des Messias in ihm zeugte vorab von Dingen, die kommen sollten. Wenn man sich diese Wahrheit verinnerlicht, erkennt man darin die gewaltigste Bestätigung für die Realität der Auferstehung Jesu überhaupt.

Dann gibt es noch eine interessante Passage. Paulus sagt im 1. Korinther das Evangelium bestehe aus drei historischen Tatsachen. Wir sprachen bereits darüber. Jesus starb, gemäß der Schrift. Er wurde begraben und er wurde am dritten Tag auferweckt, gemäß der Schrift. Habt ihr euch schon mal gefragt, wo eigentlich steht, dass er am dritten Tag auferweckt werden würde? Ich habe nur eine passende Schriftstelle gefunden, die noch dazu ungemein interessant ist, weil sie weit über den Kontext hinausgeht. Hosea 6,1-2:

„Kommt, wir wollen wieder umkehren zum Herrn! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden! Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben.“ Das ist eine sehr klare Vorhersage der Auferstehung am dritten Tag, die aber interessanterweise im Plural steht. Es ist nicht von ihm die Rede, sondern von uns. Das ist eine Offenbarung. In Epheser 2 können wir nachlesen, wie Paulus diese Offenbarung deutet. Prophetie sagt nicht nur zukünftige Ereignisse voraus, sondern sie sagt diese so voraus, dass ihre Bedeutung klar wird. Sie ist Voraussage und Deutung zugleich. Epheser 2,4 ist ein großartiges Beispiel hierfür. Paulus sagt über alle überzeugten Gläubigen:

„Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen…“ Ist das nicht großartig. Er liebte uns als wir noch tot waren. Wer liebt schon einen Toten? Was tat Gott? Drei Dinge. Er hat uns zugleich „mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! Und hat uns in Christus Jesus mit auferweckt und mit ihm in die Himmelswelt versetzt.“ All das steht in der Vergangenheitsform. Auf Grund unserer Identifikation mit Jesus, sind wir lebendig gemacht, auferweckt und in die Himmelswelt versetzt worden. Das ist unsere Bestimmung. Paulus verwendet jedoch nicht die Zukunftsform. Im Endeffekt sagt er: „Wenn ihr es annehmen könnt, teilt ihr schon jetzt den Thron mit ihm.“ So verwirklicht sich Hosea 6,1-2. Seht ihr wie großartig sich die Bibel selbst auslegt?

Dann nennt Paulus etliche Zeugen. Das ist zwar nicht irrelevant aber auch nicht von herausragender Bedeutung. Lesen wir kurz 1. Korinther 15,4-8:

„… Und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften, und dass er dem Kephas [also Petrus] erschienen ist, danach den Zwölfen. Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind.“

Wenn er sagt, die meisten würden noch leben heißt das, dass sie noch recht jung gewesen sein müssen, als sie ihn sahen. „Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin.“ Das ist eine Aufzählung der Augenzeugen, der Auferstehung Jesu. Nach jüdischem Gesetz, konnte etwas gerichtlich beglaubigt werden, sobald zwei zuverlässige Männer es bezeugten. Gott hat jedoch weit mehr als zwei Zeugen für die Auferstehung Jesu. Noch eine Bemerkung nebenbei. Paulus sagt, Jesus sei auch ihm, der unzeitigen oder Frühgeburt erschienen. Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Person des Paulus tatsächlich die letztendliche Rettung Israels, wenn Israel den Messias sehen wird, ahnen ließ. Aber er war 2000 Jahre zu früh dran. Er wurde vor der Zeit geboren. Ihr könnt diese These ablehnen und dennoch in den Himmel kommen.

Die Bedeutung der Auferstehung

Nun möchte ich über die Bedeutung der Auferstehung sprechen. Der Auferstehung Jesu kann man gar nicht genug Bedeutung beimessen. Sie ist der entscheidende Faktor in der Geschichte des Universums. Die ganze Geschichte des Universums, nicht nur der Menschheit, dreht sich um die Tatsache der Auferstehung Jesu. Zunächst einmal hat Gott mit der Auferstehung seinen Sohn Jesus rehabilitiert. Zwei Gerichte hatten ihm zum Tode verurteilt: Ein weltliches, römisches und ein religiöses, jüdisches Gericht. Als er begraben wurde, stand er unter diesem Urteil. Doch bei seiner Auferstehung wurde er von Gott rehabilitiert. Dies wird in Römer 1,3-4 so formuliert:

„... [nämlich das Evangelium] von seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit …“ Dieser Begriff ist die jüdische Version von „Heiliger Geist“. Denn im hebräischen steht statt „Heiliger Geist“, „der Geist der Heiligkeit“. Einige Übersetzer erkennen nicht, dass Paulus zwar griechisch schrieb aber hebräisch dachte. „Als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt durch den Heiligen Geist durch die Auferstehung von den Toten.“ Als Jesus aus dem Grab kam, sagte Gott: „Ich habe diese ungerechten Entscheidungen widerrufen und meinen Sohn rehabilitiert. Er hat nie gesündigt. Es gibt keinen Grund warum er den Tod sehen sollte und durch meinen Heiligen Geist habe ich ihn auferweckt.“ Ich sollte nicht näher darauf eingehen, doch an allen entscheidenden Stationen des Heilsplans, wirken alle drei Personen der Dreieinigkeit mit.

Bei der Empfängnis wurde der Sohn durch den Vater, mittels des Heiligen Geistes, gezeugt. Petrus sagt, Gott Vater hätte Jesus mit dem Heiligen Geist und mit Kraft für seinen Dienst gesalbt. Der Vater salbte den Sohn mit dem Geist. Weiter heißt es, Jesus hätte sich in seinem Tod durch den Ewigen Geist Gott dargebracht. Der Sohn dem Vater durch den Geist. Bei der Auferstehung erweckte der Vater den Sohn durch den Geist. Und an Pfingsten wurde die Gabe des Heiligen Geistes, die Jesus vom Vater empfangen hatte, auf die Jünger ausgegossen. Seht ihr wie die Dreieinigkeit Gottes an allen wichtigen Phasen des Heilsplans direkt mitwirkt. Wenn ich das sagen darf, es kommt mir vor als wollte keine der Personen der Dreieinigkeit bei dieser herrlichen Rettung der Menschheit abseits stehen. Gott hat viel mehr Interesse an uns, als uns bewusst ist. Für mich ist das ungemein Aussagekräftig. Die ganze Dreieinigkeit war direkt an jeder wichtigen Phasen des Heilsplans beteiligt.

Die Grundlage unserer Rechtfertigung

Der nächste Punkt ist: Die Auferstehung Jesu ist die Grundlage unserer Rechtfertigung. Wäre er nicht auferstanden, wären wir noch in unseren Sünden. Paulus sagt in Römer 4,25-26: „Ihn [Jesus], der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.“ Wäre er nicht auferweckt worden, könnten wir nicht gerechtfertigt werden und wären immer noch in unseren Sünden. Dann sagt Paulus in Römer 10,9-10 über das Heil: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden.“ Versteht ihr? Wenn du nicht glaubst, dass Gott Jesus von den toten auferweckt hat, kannst du nicht gerettet werden. Das ist eine Grundbedingung des Heils. Leider gibt es zahllose bekennende Christen, die nicht an die körperliche Auferstehung glauben. Ungeachtet ihrer Position im Leib Christi kann keiner von ihnen den Frieden und die Freude der Sündenvergebung erfahren. Die Auferstehung ist zudem die Garantie dafür, dass Christus die Kraft hat uns zu retten. Wir lesen in Hebräer 7,25: „Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn [Jesus] zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um [fürbittend] für sie einzutreten.“ Wie könnte Jesus uns retten, wenn er noch im Grab wäre? Doch weil er zur Rechten Gottes sitzt, weil er unsere Sünden gesühnt hat, weil ihm alle Autorität im Himmel und auf Erden gegeben wurde, ist er in der Lage uns bis aufs äußerste Errettung zu schenken. Ich liebe diese Formulierung „bis aufs äußerste“. Der errettenden Kraft Jesu sind keine Grenzen gesetzt. Seine Macht ist uneingeschränkt.

Die Vollendung unserer Erlösung

Nächster Punkt. Auch sehr wichtig. Die Auferstehung ist die Vollendung unserer Erlösung. Unsere letztendliche Bestimmung ist nicht der Himmel. Es ist großartig, dass wir in den Himmel kommen werden, doch das ist nur ein Zwischenstopp. Denn während unser Geist im Himmel ist, modert unser Körper nach wie vor im Grab. Das ist noch kein umfassendes Heil. Jesus starb für den ganzen Menschen. Sein Heil umfasst Geist, Seele und Leib. Und dieses Heil wird erst mit der Auferstehung vollendet. Paulus ließ daran keine Zweifel. Er erläutert in Philipper 3,10 was Sinn und Ziel seines Lebens ist: „Um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange.“ Ihn beschäftigte nicht ob er in den Himmel kommt, sondern er wollte unbedingt zur Auferstehung aus den Toten gelangen. Gott sei Dank kommt unser Geist in den Himmel, wenn wir sterben. Doch das ist noch nicht die Vollendung unserer Erlösung, da unser Körper zu diesem Zeitpunkt noch nicht erlöst ist. Paulus richtete sein Augenmerk auf die Auferstehung und sagte etwas sehr eindringliches: „Ob ich irgendwie hingelangen möge zur Auferstehung.“ Für ihn war es nicht selbstverständlich, dass er zur Auferstehung gelangen würde. Brüder und Schwestern, ihr treibt nicht unausweichlich auf die Auferstehung zu. Wenn ihr so dahin treibt, dann endet ihr wo anders. Um dort hin zu gelangen, sind ein feierlicher Entschluss und Zielstrebigkeit erforderlich. Ich begegne Tausende von Christen, die dieses Thema nicht ernst genug nehmen. Wenn schon Paulus sagte: „Ob ich irgendwie hingelangen möge zur Auferstehung.“ Wie kannst du oder ich sagen: „Wir würden sowieso dort landen.“ Leben wir auf demselben geistlichen Niveau wie Paulus? Vermutlich nicht. Doch nicht einmal für ihn war es selbstverständlich. Er fährt fort im nächsten Vers:

„Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“

Paulus hatte ein Ziel. Er sagte: „Jetzt habe ich es noch nicht ergriffen und bin ich noch nicht angekommen, aber ich tue eins; Ich jage auf das Ziel zu.“ Es ist mein Bestreben, mein felsenfester Entschluss dabei zu sein, wenn die Toten in Christus auferweckt werden. Und wenn ihr euch vor Augen führt, wie das sein wird, Brüder und Schwestern, dann wäre es unendlich Schade es zu verpassen. Unser begrenzter Verstand kann nicht ermessen welche Herrlichkeit und Kraft freigesetzt wird, wenn diese schwachen, dem verderben geweihten Körper, mit einem Mal auf wunderbare Weise in Körper verwandelt werden, die dem Körper Jesu gleich sind. Ist das nicht großartig? Ich kann nicht anders, als einen Augenblick darüber nachzusinnen. Dieselbe Aussage finden wir in Römer 8,23. Die Vollendung des Heils ist die Auferstehung. In Römer 8,22 heißt es: „Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes.“ Darf ich dich fragen, ob das auch auf dich zutrifft? Du hast die Erstlingsgabe des Geistes. Seufzt du innerlich, wartest du sehnsuchtsvoll? Mit welchem Recht nehmen wir an, Gott würde die Messlatte bei uns niedriger setzen? Wir bekommen die Geistestaufe nicht, um uns ein schönes Leben zu machen, sondern als Vorbereitung für das, was vor uns liegt. Ich spüre, dass ich da an einen sehr ernsten Punkt gelangt bin.

Die Vollendung unsere Einheit

Der nächste Punkt in Bezug auf die Auferstehung wäre: Sie ist die Vollendung unserer Einheit mit Jesus. 1. Thessalonicher 4,17: „Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft…“ Das ist sehr interessant. Es gibt nämlich zwei griechische Worte für Luft. Das eine steht für die höheren, dünneren, das andere für die niederen, erdnahen Luftschichten. In dieser Passage geht es um die niederen Luftschichten. Das heißt, dass wir nicht weit über die Erdoberfläche gehen werden, um den Herrn zu begegnen. „Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.“ Dann muss niemand mehr Abschied nehmen. Wir werden allezeit beim Herrn und allezeit beisammen sein.
Meine erste Frau, die ich sehr liebte, ist mir zum Herrn voraus gegangen. Doch eines Tages werden wir in Ewigkeit beisammen sein. Liebe Brüder und Schwestern, verpasst dies nicht. Es wäre die größte Tragödie deines Lebens, wenn du das verpassen würdest. Das ist eine sehr, sehr ernste Angelegenheit.

Drei Phasen der Auferstehung

Nur noch ganz schnell der letzte Punkt. Die Auferstehung wird sich in drei Phasen vollziehen. 1. Korinther 15,22: „Denn gleich wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung.“ Dann nennt Paulus die drei verschiedenen Phasen: „Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.“ Für wen kommt Jesus wieder? Für die, die ihm gehören. Er ist kein Dieb. Er nimmt niemanden mit, der nicht zu ihm gehört. Gehörst du wirklich zu ihm? Das ist eine wichtige Frage. Er kommt zu denen zurück, die ihm gehören.

Christus wird hier als Erstling bezeichnet. Dazu noch eine letzte Bibelstelle, die wirklich Fantastisch ist. 3. Mose 23,9-11. Das ist eine Zeremonie des mosaischen Gesetzes: „Und der Herr redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und seine Ernte einbringt, so sollt ihr die Erstlingsgarbe von eurer Ernte zum Priester bringen. Der soll die Garbe weben vor dem Herrn, zum Wohlgefallen für euch; am Tag nach dem Sabbat soll sie der Priester weben.“ Welcher Wochentag ist der Sabbat? Samstag. Welcher Tag kommt danach? Sonntag. An welchem Tag stand Jesus von den Toten auf? Sonntag. Er war die Garbe, die um unseren Willen geschwungen wurde, damit wir wegen ihm angenommen würden. Aber er war nicht nur ein Halm, sondern eine Garbe. In Matthäus 27 lesen wir, dass es ein Erdbeben gab, als Jesus starb. Die Gräber öffneten sich und viele der verstorbenen Gerechten kamen heraus und gingen in die Stadt. Ich glaube nicht, dass sie wieder in ihre Gräber zurück gingen, sondern dass sie mit Jesus auffuhren. Sie wurden zur Garbe, die vor dem Herrn geschwungen wurde und darauf hinwies, dass noch eine große Menge folgen würde. Wir sind die Garbe. Wir sind die Erstlinge.

Ich muss an dieser Stelle inne halten, weil ich mich innerlich so gedrängt fühle euch herauszufordern und zu fragen, ob ihr wirklich auf dem Zielkurs seid, ob ihr die richtigen Prioritäten in eurem Leben habt. 1977 nahm ich auf der Nordinsel Neuseelands an einem Fürbittetreffen teil. In meiner Lehre ging ich darauf ein, dass über jede Nation ein sogenannter „Starker“ stünde. Man fragte mich was der Starke über Neuseeland sei und ich erwiderte: „Es ist nicht meine Aufgabe euch das zu sagen. Ihr seid die Christen dieses Landes und ihr müsst es selbst herausfinden.“ In diesem Augenblick sagte der Herr zu mir: „Ich nenne dir den Starken.“ Ich ging zurück und erzählte es den anderen. Bill Subritzki, ein guter Freund von uns, saß mit einer seiner Töchter ganz hinten. Nachher erzählte er mir, Gott hätte in dem Augenblick als ich es sagte, dasselbe auch zu ihm gesagt. Was ich sagte wird euch überraschen und vielleicht enttäuschen. Der Starke über Neuseeland heißt „Gleichgültigkeit“. Ich kann zwar nicht wie ein Kiwi reden doch man sagte mir ein typisch neuseeländischer Satz wäre: „She’ll be right Jack“. Mit anderen Worten: „Das erledigt sich von selbst.“ Das wird sich von alleine wieder einrenken. Das ist das Hauptproblem hier auf Neuseeland und auch einige von euch haben damit zu kämpfen.

Wenn ihr diesem Problem kein Ende setzt, werdet ihr nicht vorbereitet sein. Denn Jesus kommt nicht zu denen zurück, die gleichgültig sind, sondern zu denen, die ihn sehnsüchtig erwarten. Ich möchte euch eine Chance geben. Es wäre unfair, das nicht zu tun. Wenn euch nach dieser Predigt aufgegangen ist, dass ihr nicht so lebt, wie ihr in der Erwartung Jesu leben solltet, dann ist es an der Zeit, dass ihr euch ändert. Erinnert ihr euch, was ich über Buße sagte? Buße ist eine Entscheidung, die praktisch umgesetzt wird. Wenn ihr Buße tun müsst, ich meine nun jeden einzelnen von euch, auch wenn ich die meisten nicht persönlich kenne, dann ist jetzt die Zeit dafür. Denkt daran was ich sagte. Ihr könnt nicht immer dann Buße tun, wenn ihr gerade wollt. Sondern nur dann, wenn euch der Heilige Geist Anstoß dazu gibt. Wenn der Heilige Geist heute zu dir sagt, dass du dein Leben ändern solltest und das du nicht die richtige Herzenshaltung hast, um die Wiederkunft Jesu zu erwarten, und wenn du dies bereinigen möchtest, dann will ich dich auffordern dies zu tun. Ich gebe dir nun Gelegenheit dazu.

Ich möchte dich bitten aufzustehen und nach vorne zu kommen und zu beten. Dazu musst du dich demütigen. Es ist nicht meine Verantwortung ob du das tust oder nicht. Doch wenn du weißt, dass du nicht bereit bist dem Herrn entgegenzutreten, wenn man deinen Lebensstil nicht ansieht, dass du sehnsüchtig auf seine Wiederkunft wartest und dies nun vor Gott bereinigen möchtest, dann ist jetzt der günstigste Zeitpunkt, dies zu tun. Damit beende ich diesen Aufruf und gebe dir nun Gelegenheit zu handeln. Wenn du jetzt etwas vor Gott bereinigen möchtest dann komm nach vorne und knie nieder. Sind auch Pastoren unter uns? Wenn ja, dann kommt bitte zu uns nach vorn auf die Bühne. Sind Pastoren hier heute Abend? Ich habe immer gerne die Pastoren der Gemeinde Gottes bei mir, wenn ich so bete. Bitte ihr Pastoren, kommt zu uns nach vorne auf die Bühne.

Du kannst nun niederknien wo du gerade bist. Es ist nicht wichtig wo du kniest, solange du mit der richtigen Herzenshaltung kniest. Wer nieder kniet, seine Knie vor dem Herrn beugt, der demütigt sich und genau das müssen wir tun. Ich werde zunächst für euch beten und anschließend auch für Neuseeland. Nachdem ich „Amen“ gesagt habe, soll jeder von euch zu Gott schreien und ihm sagen, was er auf dem Herzen hat. Ich werde euch da nicht anleiten. Sagt Gott wie es euch ums Herz ist. Ich spüre eine Salbung nun für all jene zu beten, die demütig vor dem Herrn knien und Neuseeland, diese Nation, die ich liebe und die derzeit sehr leichtfertig und ichbezogen lebt. Stimmt das? Auf jeden Fall. Ich bete nun für alle die knien. Ich spüre eine Salbung und ich denke es werden Dinge bewegt, wenn ich nun bete. Und danach bete ich für Neuseeland.

Herr Jesus Christus. Du bist der Anfänger unseres Heils. Du bist der Erstling, der aus den Toten Auferstand. Du trittst im Himmel für uns ein. Jetzt in diesem Augenblick bist du zur Rechten des Vaters und bittest für uns. Weil du lebst, werden wir auch leben. Herr, du siehst diese lieben Menschen, die erkannt haben, dass sie nicht so leben, wie sie angesichts deiner baldigen Rückkehr leben sollten. Bitte gieß nun deinen Geist über ihnen aus, im Namen Jesu. Bitte gieß den Geist der Gnade und des Flehens aus, damit sie in die Lage versetzt werden, aus der Tiefe ihres Herzens zu dir zu schreien und aufrichtig, demütig und gottesfürchtig zu dir zu beten. Setz diesen Geist nun in ihnen frei, im Namen Jesu. Setz den Geist der Fürbitte frei. Führ sie ins Gebet, Herr. Oh Gott, sei ihnen gnädig. Und Herr wir beten auch für Neuseeland. Die Nation, die wir lieben. Bitte hab Gnade mit dieser Nation, Herr. Bitte schenk Gnade, damit die Herzen dieser Menschen wieder zu dir umkehren. Dass sie sich von ihren gottlosen, leichtfertigen und sündhaften Wegen abwenden und sich dem lebendigen Gott zuwenden, der sie liebt und der diese Nation mehr als die meisten anderen Nationen gesegnet hat. Herr bitte erbarme dich über Neuseeland. Das erbitten wir, im Namen Jesu. Amen!

Und nun steh nicht von deinen Knien auf, bis du zu Gott gerufen hast!


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