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In meinem letzten Lehrbrief "Charakter, der der Prüfung standhält" haben wir begonnen, das Wesen des Ausharrens zu ergründen. Wir haben bei Paulus (im Römerbrief) und bei Jakobus gesehen, dass Ausharren in Prüfung den Charakter formt. Wenn Sie in der Prüfung durchhalten, wird es jeden Bereich Ihres Charakters und Ihrer Persönlichkeit aufbauen. Es macht Sie zu einem ganzen, abgerundeten Christen. Es wird – wenn überhaupt – nur ganz wenige Bereiche Ihres Charakters geben, die nicht angesprochen worden sind.

Ich habe auch herausgestrichen, dass die meisten charakterformenden Prüfungen im Zusammenhang mit einer tiefen, verbindlichen Gemeinschaft kommen. Falls Sie nicht nahe oder vertraut genug mit Leuten sind, können Sie die Macken in Ihrem Charakter verbergen. Aber wenn Sie in einer regelmäßigen, vertrauten, nahen, verletzlichen Gemeinschaft stehen, sind Sie herausgefordert, sich entweder zurückzuziehen oder sich dem zu stellen, wo Gott Sie hindurch führen will. Ich glaube, es gibt keinen besseren Test unseres christlichen Charakters als enge Gemeinschaft.

In diesem Brief möchte ich mich auf einen einzelnen Begriff konzentrieren: Ausharren. Das ist weder ein populäres noch ein leicht verständliches Wort. Dennoch glaube ich, leben wir in einer Zeit, wo wir wissen müssen, was es bedeutet auszuharren. Die englische „King James Version“ (wie die Luther Bibel) wurde vor mehr als dreihundert Jahren übersetzt. Seit damals hat sich die Bedeutung mancher Wörter geändert. Normaler weise wird das Wort Ausharren verwendet, wo wir heute „Geduld“ brauchen würden. Wir sprechen heute von Geduld, und die älteren Bibelübersetzungen verwenden das Wort „Langmut“. Geduld (oder Langmut) bedeutet unter anderem, irritierende, schwierige Personen zu ertragen oder Situationen und Umstände zu meistern, ohne die Nerven zu verlieren, Haltung zu bewahren und nicht auszurasten. Diese Geduld (Langmut) stellt eine sehr kostbare christliche Tugend dar. Ich bin mir wohl bewusst, dass ich selber mehr davon nötig hätte.

Webster’s New World Dictionary beschreibt das englische Wort «endurance» (deutsch Ausharren, Ausdauer oder Durchhaltevermögen) als innere Kraft und als Fähigkeit, zu bleiben, zu bestehen oder weiter zu machen.

Mit diesem Lehrbrief werden wir das Studium des Themas Ausharren abschließen, mit dem wir uns schon in den letzten zwei Briefen beschäftigt haben. Wir lernen beide Seiten der Medaille kennen: den Aufwand und den Segen, die beide mit der Standfestigkeit verbunden sind.

Im letzten Brief „Ausharren durch Ausrichtung auf das Ziel“ habe ich zwei Wege vorgeschlagen, wie man Ausharren lernen kann. Der erste ist, die Entscheidung für Jesus wirklich von ganzem Herzen zu treffen. Barnabas sprach in Apostelgeschichte von einem „Herzensentschluss“ (11,23). Sie entscheiden sich, ohne Wenn und Aber mit dem Herrn zu gehen – egal, wer mit Ihnen geht und wer nicht. Falls es Ihre Freunde nicht tun, Sie tun es trotzdem. Auch wenn es Ihre Familie nicht tut, tun Sie es. Wenn Anfechtungen kommen, geben Sie nicht auf. Das ist ein Herzensentschluss.

"Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen und unterweist uns damit wir die Gottlosigkeit und die weltliche Lüste verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in den jetzigen Zeitlauf in dem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilands Jesus Christus erwarten. Der hat sich selbst für uns gegeben, damit Er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, dass eifrig sei in guten Werken" (Titus 2,11-14).

Und wenn Ihr euch fragt welches Ziel Gott am Ende der Geschichte erreichen will, warum er all das Böse und die Ungerechtigkeit und das Leid schon so lange duldet, dann findet Ihr hier die Antwort: Gott will sich ein Eigentumsvolk zubereiten. Das ist das eigentliche Ziel Gottes in unserer Zeit.

Nun kommen wir zur dritten Lehreinheit unserer Grundlagen-Serie. Der Titel des dritten Teils lautet: „Durch Buße zum Glauben!“

Ich sag‘s euch gleich am Anfang, es gibt keinen andern Weg zum Glauben als durch Buße. Jeder andere Weg, der vorgibt dich dort hin zu bringen, ist ein Irrweg. Ohne Buße kann es keinen echten Glauben geben. Ich möchte kurz wiederholen, was wir bereits gemeinsam gelernt haben. Zunächst einmal das Fundament des christlichen Glaubens, dass personifizierte Fundament ist Jesus Christus. Jeder der ein echter Christ sein will, muss sein Leben auf dieses Fundament bauen. Wir befassten uns mit der Begegnung zwischen Petrus und Jesus, bei der Petrus ausrief: „Du bist der Christus der Sohn des lebendigen Gottes.“ Diese Begegnung zeigt uns exemplarisch auf, was im Leben eines jeden einzelnen von uns ganz individuell geschehen muss. Diese Begegnung besteht aus vier Komponenten.

Unsere heutige Proklamation steht im direkten Zusammenhang mit dem Thema, über das ich sprechen werde. Der Text kommt von Epheser 2,8-10: „Denn aus Gnade sind wir errettet durch Glauben, und das nicht aus uns – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

Ich werde nun das Thema weiterführen, dass ich in unserer letzten Lehreinheit begonnen hatte, nämlich die sechs großen fundamentalen Lehren des christlichen Glaubens, wie sie in Hebräer 6,1-2 angeführt werden. Ich wiederhole sie kurz: Die Buße von toten Werken, der Glaube an Gott, die Lehre von den Taufen, die Handauflegung, die Auferstehung der Toten, das ewige Gericht.

In unserem letzten treffen, befassten wir uns mit dem Thema: Durch Buße zum Glauben. Ich sprach über Buße und schnitt auch schon das Thema Glaube an. Heute Abend werde ich das Thema Glauben weiter vertiefen. Der Titel dieser Botschaft lautet: Glaube und Werke. Zwei einfache Worte, die im Neuen Testament sehr oft erscheinen. Dennoch ist es höchst erstaunlich, dass so viele Christen keine klare Vorstellung davon haben, in welche Beziehung Glaube und Werke zueinander stehen. Mit „Glaube“ ist einfach das gemeint, was wir glauben. Mit „Werke“ ist einfach das gemeint, was wir tun. Wie sieht die korrekte Beziehung zwischen dem was wir glauben und dem was wir tun aus?

Zu Anfang möchte ich einen kurzen Abriss des Evangeliums geben. So vielen von uns geht das Wort Evangelium über die Lippen und wir sprechen darüber, als wüssten wir ganz genau, was wir damit meinen. Doch ich denke, dass viele Menschen über das Evangelium reden ohne genau zu wissen, was das Evangelium eigentlich ist. Es wird von Paulus sehr klar und deutlich in 1. Korinther 15,1-5 beschrieben:

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