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Die Bibel ist die uns gegebene, inspirierte Offenbarung von Gott, die es uns ermöglicht, Ihn und Seine Fülle besser kennen zu lernen. Aber wie sollen wir Ihn jemals wirklich kennen können? Er ist ewig, unsterblich, unsichtbar.

Wegen Seines einzigartigen, unvergleichbaren „Andersseins“, scheint es Ihnen vielleicht völlig außerhalb des Bereichs unserer menschlichen Fähigkeit zu sein, Gott überhaupt verstehen zu können – geschweige denn Seinen Heiligen Geist! Aber, wie wir an Hand dieser Lehreinheit aus Dereks Schatztruhe, „Wer ist der Heilige Geist?“ erkennen werden, verlangt Er regelrecht danach, dass wir Ihn kennen. Auch im Angesicht Seines „Andersseins“ können wir Gott in zunehmender Fülle kennen.

Mein Ziel mit dieser Lehreinheit – und weitere, die folgen werden – ist es, Ihnen zu helfen, ein Verständnis davon zu bekommen, wer der Heiliger Geist ist, damit Ihre persönliche Beziehung zu dieser mysteriösen dritten Person der Gottheit wachsen kann. Meine Hoffnung ist es, dass Ihr Leben durch die immer zunehmende Gegenwart des Heiligen Geistes gekennzeichnet wird.

Drei klar erkennbare Personen

Um verstehen zu können, wer der Heilige Geist ist, müssen wir zunächst ein biblisches Fundament bezüglich der Dreieinigkeit legen. Dazu kommen zwei Worte ins Spiel: „eins“ sein und „mehr als eins“ sein („Pluralität“).

In Gott sind diese beiden Begriffe „eins“ sein und „mehr als eins“ sein ewig miteinander verbunden. Wir werden bereits im ersten Vers der Bibel mit diesem Mysterium konfrontiert: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1 Mose 1,1). Im hebräischen Originaltext steht Elohim (das Wort für „Gott“) in der Mehrzahlform, aber das Wort bara (das Wort für „schuf“) in der Einzahl. Mit anderen Worten, legen die allerersten Wörter der Bibel fest, dass „eins“ sein und „mehr als eins“ sein in Gott selbst vereint sind.

Weiter, in 1 Mose 1,26 sehen wir wieder die Kombination aus Einzahl und Mehrzahl in Bezug auf Gott: „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei...“. Das Verb „sprach“ steht in der Einzahl, wobei die Pronomen „uns“ in der Mehrzahl stehen.

Diese Kombination von Einzahl und Mehrzahl in Bezug auf Gott kommt auch in anderen Schriftstellen vor. Als Jesaja eine Vision von Gott auf Seinem Thron hatte, hörte er wie Gott sagte, „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ (Jes 6,8). Das Pronomen „ich“ deutet darauf hin, dass eine Person spricht, aber das „unser“ macht es klar, dass Er im Namen von mehr als nur einer Person spricht.

Im weiteren Verlauf der Schrift, kommen drei verschiedene Personen der Gottheit zum Vorschein – und alle drei sind Gott: Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Geist. Interessanterweise taucht als erster dieser drei Personen der Gottheit, die einzeln in der Heiligen Schrift erwähnt werden, der Geist auf: „... und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser“ (1 Mose 1,2).

Das Gleichnis des Lichts

Gott können wir nie erklären. Aber in Seiner erschaffenen Welt gab Er uns einige Gleichnisse oder Parallelen, die uns Seine Natur offenbaren. Eines davon ist das Gleichnis des Lichts. Licht ist ein ständiger Bestandteil des alltäglichen Lebens. Wir denken deswegen nur selten darüber nach. Doch in diesem einzigen Phänomen erkennen wir auch Pluralität – eine Wiederspiegelung der Pluralität Gottes – in mindestens zwei Formen.

Gebrochenes Licht stellt sich in den drei Grundfarben blau, gelb und rot dar. Im Regenbogen erscheint Licht in sieben Farben: violett, indigoblau, blau, grün, gelb, orange und rot. Damit sehen wir innerhalb des „eins“ sein des Lichts die Dreieinigkeit der Grundfarben und die siebenfache Vielfalt des Regenbogens.

Durch die Heilige Schrift hindurch, ist die Nummer Sieben auf besondere Art und Weise mit dem Heiligen Geist verbunden. In Offenbarung 4,5 ist die Rede von den „sieben Geisten Gottes“. In Jesaja 11, 1-2 zeigt der Prophet voraus, wie der Heilige Geist Jesus als den Messias (den Gesalbten) hervorhebt. Er zählt sieben eigenständige Aspekte des Heiligen Geistes auf: Der Geist des Herrn (der Geist, der als Gott in Person spricht), der Geist der Weisheit, der Geist des Verstandes, der Geist des Rates, der Geist der Stärke, der Geist der Erkenntnis, der Geist der Furcht des Herrn.

In der Apostelgeschichte 13,2 ist der Heilige Geist klar als Gott selbst dargestellt. Als Er die Leiter der Gemeinde in Antiochien ansprach; „... sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.“ Er spricht an dieser Stelle ganz eindeutig als Gott selbst.

Eine aufregende Entdeckung

Die vielleicht bedeutendste Offenbarung der Gnade Gottes ist die Erlösung der gefallenen Menschheit durch das Opfer Jesu Christi. Als ich die Einzelheiten dieser Erlösung studierte, machte ich eine aufregende Entdeckung: In jeder Phase spielte jede Person der Gottheit eine einzigartige und unverwechselbare Rolle.

1. Die Empfängnis Jesu: Gott der Vater brachte die Empfängnis Jesu im Mutterleib Marias durch den Heiligen Geist zustande (Lk 1,35).

2. Der Anfang des Dienstes Jesu: Als Jesus sich von Johannes taufen lies, kam der Heilige Geist in Form einer Taube auf Ihn herab und der Vater erkannte Ihn als Seinen Sohn an (Lk 3,21-22).

3. Der Dienst Jesu: Petrus fasst dies in Apg 10,38 wie folgt zusammen: „... wie Gott [der Vater] Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren ...“

4. Das Opfer Jesu am Kreuz: „...Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist [den Heiligen Geist] als ein makelloses Opfer Gott [dem Vater] dargebracht hat ...“ (Hebr 9,14).

5. Die Auferstehung Jesu: Der Vater weckte Jesus, den Sohn, durch die Kraft des Heiligen Geistes von den Toten auf (siehe Röm 1,4 und 8,11).

6. Pfingsten: Erhoben zur rechten Hand Gottes des Vaters, empfing Jesus von Ihm den verheißenen Heiligen Geist, den Er anschließend auf die Jünger, die darauf warteten, ausgoss (siehe Apg 2,33).

Bei jeder Phase der Erlösung spielte der Heilige Geist Seine eigene entscheidende und unverkennbare Rolle. Mit Recht wird Er als „der Geist der Gnade“ und „der Geist der Herrlichkeit“ beschrieben – eine Gnade, die zur Herrlichkeit führt (siehe Hebr 10,29 und 1 Petr 4,14).

Eine weitere mysteriöse Eigenschaft

Diese nächste einzigartige Tatsache bzgl. des Heiligen Geistes fordert die Grenzen unseres Verstandsvermögens heraus. Der Geist ist beides; persönlich und nicht-persönlich – zugleich ein „er“ und ein „es“!

Um diese erstaunliche Wahrheit begreifen zu können, benötigen wir eine kurze Erklärung des Griechischen, die Sprache in der uns das Neue Testament überliefert wurde. Griechisch hat drei Geschlechtsformen: männlich (er), weiblich (sie) und sächlich oder geschlechtslos (es). In der griechischen Sprache, ist das Wort für „Geist“ grammatikalisch gesehen sächlich. Folglich, wäre das richte Fürwort sächlich – mit anderen Worten, „es“. Allerdings wird der Heilige Geist sowohl mit „er“ als auch mit „es“ angesprochen (aber nie mit „sie“). In Johannes 16,13, zum Beispiel, werden die Regeln der griechischen Grammatik absichtlich umgangen, um die Tatsache hervorzuheben, dass der Heilige Geist beides ist – sowohl ein „er“ als auch ein „es“. „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten...“

Wie auch im Englischen, wird im Griechischen der bestimmte Artikel verwendet – was dem deutschen „der/die/das“ entspricht. (Einige andere Sprachen, wie z.B. Latein oder Russisch, verfügen über keine entsprechenden Wörter.) Im griechischen Neuen Testament steht in der Regel vor dem Ausdruck „Heiliger Geist“ der bestimmte Artikel (der/die/das). Aber – und das ist sehr wichtig – manchmal eben nicht! Auf Deutsch unterscheidet es sich so, dass manchmal „der Heilige Geist“ und an anderen Stellen „Heiliger Geist“ steht.

Der alleinstehende Wortlaut „Heiliger Geist“, klingt auf Englisch etwas seltsam. Deswegen setzten englische Übersetzungen den bestimmten Artikel „the“ immer vor „Holy Spirit“. Auch wenn es im original Griechischen nicht vorhanden war! Man kann nur im Griechischen Originaltext feststellen, ob das „the“ tatsächlich vorhanden ist.

Ein entscheidender Unterschied

Auf Anhieb scheint diese Tatsache nicht von allzu großer Bedeutung zu sein. Durch das Studieren des griechischen Neuen Testaments bin ich jedoch zur Schlussfolgerung gekommen, dass die An- oder Abwesenheit des bestimmten Artikels in Zusammenhang mit dem Heiligen Geist einen entscheidenden Unterschied darstellt. Wenn der bestimmte Artikel nicht vor „Heiliger Geist“ steht, stellt es etwas nicht-persönliches dar: Leben, eine Kraft, eine Energie, eine Gegenwart, ein Einfluss. Wenn aber der bestimmte Artikel vor „Heiliger Geist“ vorhanden ist, wird Er als Person dargestellt.

Stellen Sie sich folgendes Beispiel vor. Ein markanter Aspekt der Persönlichkeit ist die Fähigkeit zu sprechen. An Pfingsten, als der Heiliger Geist vom Himmel herab kam, sprach Er in anderen Zungen durch die Jünger. Dadurch zeigte Er, dass Er gekommen war – als Person – um Seine Wohnung auf Erden zu beziehen. Nun ist Er permanent als persönlicher Vertreter der Gottheit hier auf Erden wohnhaft.

Von dem Zeitpunkt an, wenn der Heilige Geist als Person Wohnung im Leib eines Gläubigen aufnimmt, ist es völlig angebracht, dass Er sich durch eine auf übernatürliche Art verliehene neue Sprache erkenntlich macht. Eigentlich sagt Er dadurch; „Jetzt weißt du, dass ich als Person hier bin und in dir Wohne.“

Deswegen setzt Paulus in 1. Korinther 6,19 den bestimmten Artikel bewusst ein: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des (in euch wohnenden) Heiligen Geistes ist...“. Er betont dabei, dass die Zungenrede nicht nur eine flüchtige geistliche Erfahrung ist. Es ist vielmehr ein von Gott gegebenes Zeichen, dass der Heilige Geist als Person Seine Wohnung im Leib des Gläubigen aufgenommen hat – und ihn dadurch zum heiligen Tempel gemacht hat.

Auf der anderen Seite, wenn es um die Taufe im oder die Erfüllung mit Heiligem Geist geht, findet man den bestimmten Artikel normalerweise nicht. In diesem Fall scheint es, als ob der Heilige Geist an dieser Stelle als etwas nicht-persönliches, als Leben, oder Kraft, oder Einfluss dargestellt wird.

Die folgenden Listen sollen eine Hilfe sein, diesen wichtigen Unterschied erkennen zu können – die An- oder Abwesenheit des bestimmten Artikels in Zusammenhang mit dem Heiligen Geist.

Originaltext mit dem bestimmten Artikel

Hier einige Schriftstellen mit dem bestimmten Artikel vor „Heiliger Geist“:

Mt 12,31b „... aber die Lästerung gegen den [Heiligen] Geist wird nicht vergeben.“

Mk 13,11b „Denn ihr seid‘s nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist.“

Lk 3,22 „... und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn [Jesus] in leiblicher Gestalt wie eine Taube ...“

Joh 14,26 „Aber der Tröster, der Heilige Geist ... der wird euch alles lehren ...“

Apg 2,38b „... so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“

Apg 13,2b „... sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.“

Apg 15,28a „... Denn es gefällt dem Heiligen Geist und uns...“

1 Kor 6,19a „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist ...“

Originaltext ohne bestimmten Artikel

Hier einige Schriftstellen ohne den bestimmten Artikel vor „Heiliger Geist“:

Mt 1,18b „... dass sie schwanger war von [dem] Heiligen Geist.“

Mt 3,11b „... der wird euch mit [dem] Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“

Lk 1,35 „... [Der] Heilige Geist wird über dich kommen ...“

Joh 20,22b „... blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin [den] Heiligen Geist!“

Apg 10,38a „... wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft.“

Röm 15,13b „... dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft [des] Heiligen Geistes.“

1 Kor 12,3b „Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch [den] Heiligen Geist.“

Tit 3,5b „... durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung [im] Heiligen Geist ...“

Hebr 6,4b „... und Anteil bekommen haben [am] Heiligen Geist ...“

2 Petr 1,21 „... sondern getrieben [vom] Heiligen Geist haben Menschen in Gottes Auftrag geredet.“

Namen des Heiligen Geistes

Letztlich, möchte ich einige der vielen Namen bzw. Ehrentitel des Heiligen Geistes nennen, die wir in der Heiligen Schrift finden: der Geist der Gnade, der Geist der Herrlichkeit, der Geist der Weisheit, der Geist der Wahrheit, der Geist der Selbstbeherrschung (oder Selbstdisziplin).

Lasst uns einen Moment innehalten, um über die Bedeutung jeder dieser Namen nachzusinnen. Lasst uns anschließend Jesus ganz bewusst dafür danken, dass Er Sein Versprechen, uns den Heiligen Geist zu senden, erfüllt hat.

Danke, Herr Jesus, das Du mir den Heiligen Geist gesandt hast. Das, was ich gerade über die Person des Heiligen Geistes gelernt habe, überwältigt mich! Durch Seine Kraft in mir, kann ich zu dem werden, wozu Du mich erschaffen hast! Ich möchte Ihn besser kennen und mehr von Seiner Gegenwart in meinem Leben haben. Ich bitte Dich nun, dass Du mir eine tiefere und innigere Erfahrung mit dieser dritten Person der Dreieinigkeit schenkst. Komm, Heiliger Geist ... komm. Amen.


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